Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS), der University of Pennsylvania und der Universität Twente haben in einem kombinierten experimentellen und theoretischen Ansatz ein neues Modell für einen neuen Transportmechanismus auf der Mikroskala geschaffen. Sie untersuchten kleine selbstangetriebene Objekte, sogenannte Mikroschwimmer, und beobachteten einen gerichteten Transport von Partikeln in der umgebenden Flüssigkeit. Anhand dieser Beobachtung berechneten sie, wie eine Vielzahl solcher Schwimmer einen gerichteten Materialfluss auslösen kann. Dies könnte einen bedeutenden Einfluss auf molekulare Transportmechanismen haben. mehr

Ein neues Modell beschreibt die Koordination schlagender Flimmerhärchen und erlaubt es ihr funktionelles Verhalten vorherzusagen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) untersuchten die Bildung metachronischer Wellen in Gruppierungen von Zilien und die Auswirkungen von äußeren Einflüssen auf diese. Das Modell ermöglicht ein besseres Verständnis der fundamentalen Rolle, die Zilien in vielen biologischen Prozessen spielen und legt den Grundstein, um sie zu modifizieren. Auf der einen Seite könnte dies die entsprechenden medizinischen Diagnosen und Behandlungen verbessern, auf der anderen Seite auch bei der Entwicklung künstlicher Systeme im Bereich der Mikrotechnik helfen. mehr

Im Rahmen der Förderinitiative „Experiment!“ der Volkswagenstiftung hat sich Dr. Isabella Guido vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation erfolgreich um eine finanzielle Förderung beworben. Die Unterstützung richtet sich an Forschende aus den Natur-, Ingenieur- und Lebenswissenschaften, die besonders innovative und riskante neue Forschungsideen umsetzen möchten. In ihrem Projekt ‘Collective behaviour of synthetic cilia arrays’ wird die Gruppenleiterin innerhalb der Abteilung für Fluidphysik, Strukturbildung und Biokomplexität die von biologischen Organismen erzeugten Strömungen untersuchen. mehr

Ein aus Quantensystemen bekanntes Phänomen wurde nun auch im Zusammenhang mit biologischen Systemen beschrieben: In einer neuen Studie, die in Physical Review X veröffentlicht wurde, zeigen Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) in Göttingen, dass der Begriff des topologischen Schutzes auch für biochemische Netzwerke gelten kann. Da diese typischerweise sehr komplex sind und dennoch sehr stabil gegenüber Veränderungen bleiben, kann die Topologie bei der Entstehung von robusten Schwingungen helfen. Das von den Wissenschaftlern entwickelte Modell macht den topologischen Werkzeugkasten, der typischerweise nur zur Beschreibung von Quantensystemen verwendet wird, nun auch für die Biologie verfügbar. mehr

Was passiert, wenn weiche Materialien stark komprimiert werden? Forschende des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation, der Universität Twente und der Cornell University untersuchten die Morphologie der Faltungen im Mikrometerbereich. Sie entdeckten einen doppelten Faltungsmechanismus, der ähnlich wie beim Benetzen von Flüssigkeiten durch Kapillarkräfte hervorgerufen wird und ein T-förmiges Faltungsprofil verursacht. Die Entfaltung hinterlässt eine Narbe, die als Keimpunkt für nachfolgende Faltungen dient. Ohne das Material zu beschädigen, ermöglicht dies ein frei programmierbares Faltungsgedächtnis von weichen Oberflächen. mehr

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) in Göttingen die Medaille für naturwissenschaftliche Publizistik 2021 verliehen. Die weltweit größte physikalische Fachgesellschaft würdigt damit ihr öffentlichen Engagement, den faktenbasierten Diskurs zur Covid-19-Pandemie zu unterstützen. Die Auszeichnung wird von der DPG jährlich an Wissenschaftler*innen für besondere publizistische Leistungen in den Naturwissenschaften verliehen. mehr

EcoBus nimmt Fahrt auf

14. Juni 2021

Die neu gegründete EcoBus GmbH entwickelt eine Infrastruktur, die Shuttledienste und Linienverkehr zu einem zukunftsfähigen ÖPNV kombiniert mehr

Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen hat neun neue Mitglieder gewählt. Ramin Golestanian ist nun Teil eines Kompetenznetzwerkes, zu dem weltweit rund 360 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Fachrichtungen gehören. mehr

Elektrisch leitende Lösungen, „Elektrolyte“, sind nicht nur in Batterien und Kondensatoren allgegenwärtig, sondern auch in Biofluiden wie Blutplasma. Von großer praktischer Bedeutung ist es daher zu verstehen, wie Elektrolyte genutzt werden können, um lebende Zellen oder andere Objekte, die in sie eingetaucht sind, zu kontrollieren. In einer neuen Studie, die in Physical Review Letters veröffentlicht wurde, decken Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) in Göttingen und der Universität Oxford auf, wie Kräfte in Elektrolytlösungen über große Distanzen hinweg und mit einem beispiellosen Maß an Kontrolle übertragen werden können. mehr

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Göttinger Exzellenzclusters Multiscale Bioimaging (MBExC) und des Sonderforschungsbereichs SFB1286, der Universitätsmedizin Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation beschreiben den Zusammenhang von synaptischer Aktivität und dem Lebenszyklus synaptischer Proteine. Die Studie wurde heute in Cell Reports veröffentlicht. mehr

Zur Redakteursansicht