Was wir wollen
So genau man auch verstehen mag, wie im Labor ein einzelner Wassertropfen entsteht, so kann man doch nicht vorhersagen, wie unzählige Tropfen in der Atmosphäre Wolken bilden und das Klima der Erde entscheidend beeinflussen; und so genau man einen Nervenimpuls auch vermessen mag, so versteht man noch nicht, wie Milliarden von ihnen einen Gedanken formen. In solchen Systemen, ob belebt oder unbelebt, sind physikalische Prozesse der Selbstorganisation am Werk: Viele miteinander wechselwirkende Teile organisieren sich selbstständig - ohne äußere Steuerung - zu einem komplexen Ganzen. An unserem Institut erforschen wir die grundlegenden Mechanismen dieses Zusammenwirkens, um ein detailliertes Verständnis komplexer Systeme zu erlangen. Auch die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, von Klimawandel und ökonomischen Krisen bis hin zu Problemen in Energieversorgung und Verkehr, sind eng mit diesen wissenschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Ohne ein tiefes Verständnis der Dynamik und Selbstorganisation in komplexen und hochvernetzten Systemen sind sie nicht zu bewältigen. Mit unserer Grundlagenforschung wollen wir also nicht nur das Verständnis der Natur vertiefen, sondern auch zu einem nachhaltigen Leben auf unserem Planeten beitragen.

Willkommen am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Was wir wollen
So genau man auch verstehen mag, wie im Labor ein einzelner Wassertropfen entsteht, so kann man doch nicht vorhersagen, wie unzählige Tropfen in der Atmosphäre Wolken bilden und das Klima der Erde entscheidend beeinflussen; und so genau man einen Nervenimpuls auch vermessen mag, so versteht man noch nicht, wie Milliarden von ihnen einen Gedanken formen. In solchen Systemen, ob belebt oder unbelebt, sind physikalische Prozesse der Selbstorganisation am Werk: Viele miteinander wechselwirkende Teile organisieren sich selbstständig - ohne äußere Steuerung - zu einem komplexen Ganzen. An unserem Institut erforschen wir die grundlegenden Mechanismen dieses Zusammenwirkens, um ein detailliertes Verständnis komplexer Systeme zu erlangen. Auch die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, von Klimawandel und ökonomischen Krisen bis hin zu Problemen in Energieversorgung und Verkehr, sind eng mit diesen wissenschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Ohne ein tiefes Verständnis der Dynamik und Selbstorganisation in komplexen und hochvernetzten Systemen sind sie nicht zu bewältigen. Mit unserer Grundlagenforschung wollen wir also nicht nur das Verständnis der Natur vertiefen, sondern auch zu einem nachhaltigen Leben auf unserem Planeten beitragen.

Aktuelles


Ein Modell für die molekulare Selbstorganisation
 

1. Oktober 2021
Der Mechanismus der molekularen Selbstorganisation wurde von Forschenden des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) in einem neuen Modell untersucht. In ihrer Studie simulierten sie, wie Umweltfaktoren wie die Temperatur die Größe von Öltröpfchen in elastischen Matrizen beeinflussen. Die Studie wird auch zum Verständnis der Tröpfchenbildung in Zellen beitragen, wo sich biologische Moleküle selbst in Kondensaten organisieren. Die vollständige Arbeit wurde kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.
 

Ehemaliger Doktorand des MPIDS erhält Nobelpreis für Physik

5. Oktober 2021
Der Nobelpreis für Physik 2021 wurde dem deutschen Wissenschaftler Klaus Hasselmann zusammen mit Syukuro Manabe (USA) und Giorgio Parisi (Italien) verliehen.  Klaus Hasselmann entwickelte ein Modell, das den Zusammenhang zwischen Wetter und Klima aufzeigt, z.B. den Zusammenhang zwischen Niederschlag und langfristigen Effekten wie Meeresströmungen.

Forschungsabteilungen


Fluidphysik, Strukturbildung und Biokomplexität
(Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Bodenschatz)

Wir untersuchen die Dynamik komplexer nichtlinearer Systeme experimentell und theoretisch. Unsere Interessen sind zur Zeit ausgerichtet auf Biokomplexität in der Zellbiologie, hydrodynamische Turbulenz (insbesondere Lagrangesche Eigenschaften von Turbulenz), Strukturbildung und raum-zeitliches Chaos, sowie Geodynamik der Erdkruste.

Dynamik komplexer Fluide
(Prof. Dr. Stephan Herminghaus)

Zu der großen Stoffklasse der sogenannten komplexen Fluide gehören Emulsionen und Granulate ebenso wie die sog. aktiven Fluide, deren Partikel ein Eigenleben haben: Planktonschwärme, biologische Fluide, oder sogar der strömende Straßenverkehr. Bei unserer Forschung an diesen Systemen geht es stets um die Frage, welche qualitativ neuen Phänomene entstehen, wenn viele gleichartige Elemente bzw. Subsysteme (die Körner eines Granulats, die aktive schwimmenden Planktonpartikel oder die einzelnen Verkehrsteilnehmer) in innige Wechselwirkung miteinander treten. Die daraus resultierenden (sog. emergenten) Phänomene sind enorm vielfältig und führen neben Entwicklungen mit hohem Anwendungspotential auch direkt zu Grundfragen der Strukturentstehung: wie kommt die Natur vom Sein zum Werden?

Physik lebender Materie
(Prof. Dr. Ramin Golestanian)

Die Abteilung „Physik lebender Materie“ widmet sich einer Bandbreite von theoretischen Forschungsfeldern, die das skalenübergreifende Verständnis der Dynamik von lebenden Systemen aus physikalischer Sicht anstreben.

Max-Planck-Forschungsgruppen

Theorie neuronaler
Systeme

Dr. Viola Priesemann

Auf einen Blick

Termine

LMP Seminar: Intrinsic asymmetry for scaling up microswimmer production

Dr. Juliane Simmchen
26.10.2021 14:00 - 15:30
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS), Raum: Video conference at www.zoom.us Meeting ID: 997 1155 2453 Passcode: 771001

MPIDS Colloquium: Broken symmetries in living matter

Prof. Dr. Nikta Fakhri
10.11.2021 14:15 - 15:15
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS), Raum: www.zoom.us, Meeting ID: 959 2774 3389, Passcode: 651129
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