Willkommen am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Willkommen am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

Was wir wollen
So genau man auch verstehen mag, wie im Labor ein einzelner Wassertropfen entsteht, so kann man doch nicht vorhersagen, wie unzählige Tropfen in der Atmosphäre Wolken bilden und das Klima der Erde entscheidend beeinflussen; und so genau man einen Nervenimpuls auch vermessen mag, so versteht man noch nicht, wie Milliarden von ihnen einen Gedanken formen. In solchen Systemen, ob belebt oder unbelebt, sind physikalische Prozesse der Selbstorganisation am Werk: Viele miteinander wechselwirkende Teile organisieren sich selbstständig - ohne äußere Steuerung - zu einem komplexen Ganzen. An unserem Institut erforschen wir die grundlegenden Mechanismen dieses Zusammenwirkens, um ein detailliertes Verständnis komplexer Systeme zu erlangen. Auch die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, von Klimawandel und ökonomischen Krisen bis hin zu Problemen in Energieversorgung und Verkehr, sind eng mit diesen wissenschaftlichen Fragestellungen verknüpft. Ohne ein tiefes Verständnis der Dynamik und Selbstorganisation in komplexen und hochvernetzten Systemen sind sie nicht zu bewältigen. Mit unserer Grundlagenforschung wollen wir also nicht nur das Verständnis der Natur vertiefen, sondern auch zu einem nachhaltigen Leben auf unserem Planeten beitragen.

Aktuelles


Göttinger Nachwuchsforschende mit Otto-Hahn-Medaillen und Otto Hahn Award ausgezeichnet

Göttinger Nachwuchsforschende mit Otto-Hahn-Medaillen und Otto Hahn Award ausgezeichnet

22. Juni 2022
Mirna Elizabeta Kramar vom MPI für Dynamik und Selbstorganisation sowie Jascha Lau und Michael Weber vom Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften erhalten die Otto-Hahn-Medaille für herausragende Leistungen in ihren Dissertationen. Lau wird zudem für die besondere Qualität seiner Forschung mit dem Otto Hahn Award geehrt. Die Max-Planck-Gesellschaft vergab die Preise im Rahmen ihrer Jahrestagung am 22. Juni.
Ein Zusammenhang zwischen Entropieerzeugung und Topologie

Ein Zusammenhang zwischen Entropieerzeugung und Topologie

8. Juni 2022
Die Abteilung Physik Lebender Materie des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) hat einen Zusammenhang zwischen der Erzeugung von Entropie und den topologischen Eigenschaften eines Systems entdeckt. In ihrer Studie, die kürzlich in Nature Communications veröffentlicht wurde, untersuchten die Wissenschaftler*innen die zufällige Bewegung von Teilchen in Wirbelströmen. Sie fanden heraus, dass sich die Fluktuationen bei der Entropieerzeugung nur anhand der Anzahl der Windungen um den Wirbel, unabhängig von der Form oder Größe der Bewegungsbahn charakterisieren lassen. Diese Erkenntnisse könnten zu einem besseren Verständnis mikroskopischer Systeme beitragen, wie etwa von Mikromotoren oder Teilchen, die sich in biologischen Medien bewegen.

Forschungsabteilungen


Fluidphysik, Strukturbildung und Biokomplexität(Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Bodenschatz)

Fluidphysik, Strukturbildung und Biokomplexität
(Prof. Dr. Dr. h.c. Eberhard Bodenschatz)

Wir untersuchen die Dynamik komplexer nichtlinearer Systeme experimentell und theoretisch. Unsere Interessen sind zur Zeit ausgerichtet auf Biokomplexität in der Zellbiologie, hydrodynamische Turbulenz (insbesondere Lagrangesche Eigenschaften von Turbulenz), Strukturbildung und raum-zeitliches Chaos, sowie Geodynamik der Erdkruste.
Dynamik komplexer Fluide (Prof. Dr. Stephan Herminghaus)

Dynamik komplexer Fluide
(Prof. Dr. Stephan Herminghaus)

Zu der großen Stoffklasse der sogenannten komplexen Fluide gehören Emulsionen und Granulate ebenso wie die sog. aktiven Fluide, deren Partikel ein Eigenleben haben: Planktonschwärme, biologische Fluide, oder sogar der strömende Straßenverkehr. Bei unserer Forschung an diesen Systemen geht es stets um die Frage, welche qualitativ neuen Phänomene entstehen, wenn viele gleichartige Elemente bzw. Subsysteme (die Körner eines Granulats, die aktive schwimmenden Planktonpartikel oder die einzelnen Verkehrsteilnehmer) in innige Wechselwirkung miteinander treten. Die daraus resultierenden (sog. emergenten) Phänomene sind enorm vielfältig und führen neben Entwicklungen mit hohem Anwendungspotential auch direkt zu Grundfragen der Strukturentstehung: wie kommt die Natur vom Sein zum Werden?
Physik lebender Materie (Prof. Dr. Ramin Golestanian)

Physik lebender Materie
(Prof. Dr. Ramin Golestanian)

Die Abteilung „Physik lebender Materie“ widmet sich einer Bandbreite von theoretischen Forschungsfeldern, die das skalenübergreifende Verständnis der Dynamik von lebenden Systemen aus physikalischer Sicht anstreben.

Max-Planck-Forschungsgruppen

Theorie neuronaler Systeme
Dr. Viola Priesemann
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