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Carolin Hoffrogge
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Physik ist spannend!

24 Schülerinnen und Schüler erleben Zukunftstag am MPI für Dynamik und Selbstorganisation

28. März 2019

Lebhaft und turbulent ging es beim diesjährigen Zukunftstag des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) am 28. März 2019 zu. Von 8.30 bis 14.00 Uhr bekamen 24 Schülerinnen und Schüler den Eindruck eines Arbeitstages in einem Grundlagenforschungsinstitut. Während ihres Besuchs erlebten die Mädchen und Jungen Fluidphysik hautnah: Strömungen, wie sie sich auf kleiner Skala etwa im Hirn oder im Herzen finden oder Strömungen auf großer Skala, wie diese beispielsweise in Wolken vorkommen.

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Physik ist spannend! – das demonstrierten die Grundlagenforscher des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation mit Begeisterung den 10- bis 16 –jährigen.  Die Schülerinnen und Schüler reisten teilweise sogar aus Berlin, Holzminden und Braunschweig ins MPIDS, aber auch alle weiterführenden Schulen Göttingens waren vertreten. Um 8.30 Uhr ging`s los: Schnell in einen weißen Kittel geschlüpft, mit blauen Handschuhen ausgestattet, extrahierten Tom, Azra, Jasper und all die Mitstreiter aus ihren Mundschleimhautzellen ihre eigene DNA oder stellten aus Milch Leim her. Danach erlebten die Schülerinnen und Schüler wie schlau der Schleimpilz sein kann, denn mit seiner Fähigkeit komplexe Aufgaben zu lösen, überraschte der Ur-Organismus die Forschungsinteressierten.

Ganz besonders spannend waren für die jungen Leute die Details zur Wolkenforschung am MPIDS. An kalten Wintertagen bildet jeder von uns beim Atmen kleine Wölkchen vor Mund und Nase. Dasselbe funktioniert auch in groß. Denn heizt die Sonne Land und Wasser an der Erdoberfläche auf, verdampft ein Teil dieses Wassers in die Atmosphäre. Nach oben hin wird es dort immer kälter, der aufsteigende Wasserdampf sammelt sich als winzige Tröpfchen um fliegende Staub- oder Rußteilchen – eine Wolke entsteht. „Ich habe heute viel über verschiedenen Systeme gelernt, die zum Teil alle eine ähnliche Dynamik und Selbstorganisation in sich tragen“, zeigte sich der 11-jährige Sam aus dem fünften Jahrgang der Georg-Christoph-Lichtenberg Gesamtschule aus Göttingen begeistert.

Besichtigung der Max-Planck-Turbulenz-Einrichtung und der Forschungswerkstätten

Nach der Mittagspause besichtigten die Fünft- bis Zehntklässler die "Max Planck Turbulence Facility", die Teil eines internationalen Forschungsprogramms zur Untersuchung turbulenter Fluidphysik ist. Dabei wagten sie einen Blick durch das Bullauge in den großen Druckwindkanal  und erfuhren, wie man Muster in den ursprünglichen Windkanal  von Ludwig Prandtl "schreibt".

In der Institutseigenen Forschungswerkstatt konnten die Schülerinnen und Schüler dann nachvollziehen, wie ein Kreisel aus Aluminium auf einer computergesteuerten Drehmaschine hergestellt wird. Darüber hinaus erklärte ihnen Werkstattleiter Nils Winkelmann den Werdegang der Programmierung sowie der Fertigung. Sie erfuhren auch was sich hinter dem Beruf “Industriemechaniker Feingerätebau“ verbirgt.

Lecker! -  Physiker stellen Eis her

Zum Abschluss des Zukunftstages gab es noch ein Experiment für alle gemeinsam im Foyer. Der Versuch bewies, dass promovierte Physiker auch gutes Eis herstellen können. Sie rührten flüssigen Stickstoff in Sahne und Marmelade: Ihr Produkt: Erdbeereis! Ein schöner Abschluss für einen interessanten und aufschlussreichen Tag rund um die Physik.

 
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