EcoBus – intelligente Routenoptimierung für Land und Stadt 

Niedersächsisches Wissenschaftsministerium ermöglicht baldigen Projektstart der innovativen Mobilitätsforschung EcoBus vom Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation

1. September 2016

„Wir freuen uns über den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für unseren EFRE-Antrag 'Physik eines integrierten ÖPNV-Systems'. Insbesondere bedanken wir uns beim Projektbüro Südniedersachsen für die Beratung sowie den  Bürgermeistern, Abgeordneten und vielen weiteren Botschaftern, die sich für das EcoBus-Projekt stark machen“, sagen die drei Wissenschaftler Marc Timme, Stephan Herminghaus und Andreas Sorge vom Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS). Mit dem EcoBus-System entwickeln die Max-Planck-Forscher zukünftig Transport von Tür zu Tür mit Reisezeitpunkten nach Kundenwunsch und das zu bezahlbaren Preisen. Damit kann EcoBus bestehende Bus- und Taxiangebote sowie Bürgerbusse vor Ort ergänzen. Zukünftig soll EcoBus mit der flexibel angebotenen Mobilität den ländlichen Raum stärken sowie den städtischen Raum vom Individualverkehr entlasten.

EcoBus-Team: Andreas Sorge, Carolin Hoffrogge, Stephan Herminghaus, Jan Schlüter, Levke Johanna Deutsch, Marc Timme (v.li.n.re.)

EcoBus – die Idee dahinter

Das EcoBus-System kombiniert die Vorteile von Bus- und Taxifahrten. Es bündelt Fahrtanfragen mehrerer Fahrgäste in gleiche und ähnliche Richtungen, weist den gebündelten Fahrten Kleinbussen zu und optimiert deren Routen. Passagiere steigen nacheinander an den, von ihnen gewünschten Abfahrtspunkten ein - beispielsweise zu Hause, am Arbeitsplatz, oder am Freizeitort - und fahren ohne Umstieg zu ihren gewünschten Zielen. Bestehende Verkehrsunternehmen sollen die EcoBus-Fahrten durchführen und damit die Mobilitätsangebote auf dem Land und in der Stadt optimal, schnell und zuverlässig verteilen. „Langfristig wollen wir mit EcoBus eine hochgradig lokal vernetzte Anbindung aufbauen und so eine umweltfreundliche Mobilität schaffen. Wir können damit viele Familien ohne Zweitwagen sowie junge und auch ältere Menschen, die keinen eigenen PKW besitzen oder besitzen möchten, mobil machen.", unterstreicht Projektleiter Marc Timme.

Bündeln der Kräfte in Südniedersachsen

„Das Projekt EcoBus bündelt die wissenschaftliche Expertise der Max-Planck-Forscher mit dem Know how der Kommunen und Verkehrsträger in Südniedersachsen. Denn neben der Breitbandversorgung ist uns die Mobilität im ländlichen Raum sowie die Anbindung der Mittel- und Oberzentren ein sehr wichtiges Anliegen im Südniedersachsen Programm“, betont die Leiterin des Projektbüros Dr. Ulrike Witt.

Jetzt geht´s los! - Botschafter gratulieren zum Projektstart

„Als Botschafter für EcoBus gratulieren wir dem EcoBus-Team zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn, denn Mobilität ist für uns ein sehr wichtiges Thema“, unterstreichen Wolfgang Nolte, Bürgermeister von Duderstadt und Klaus Becker, Bürgermeister von Osterode am Harz als zwei der 35 Botschafter. Gerhard Melching, Bürgermeister der Stadt Dassel initiierte im Oktober 2014 das erste EcoBus-Treffen in der Region. Melching bekräftigt: „Mit EcoBus können wir der Region Südniedersachsen einen Schub geben, denn die flexible, bezahlbare und zudem umweltfreundliche Mobilität, die EcoBus anbieten wird, ist für eine moderne Gesellschaft unabdingbar.“

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