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Carolin Hoffrogge
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Turbulenz trifft aktive Materie

Fulbright-Cottrell Award 2018 für Michael Wilczek vom Göttinger MPI für Dynamik und Selbstorganisation

27. Juni 2018

Dr. Michael Wilczek, Physiker am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, erhält den Fulbright-Cottrell Award 2018 für sein innovatives Forschungs- und Lehrprojekt "Turbulenz trifft aktive Materie". Bei der Auszeichnung handelt es sich um einen der wichtigsten transatlantischen Preise für Exzellenz in Lehre und Forschung. Er wird von der deutsch-amerikanischen Fulbright-Kommission vergeben und sieht für ein dreijähriges Lehr- und Forschungsprojekt eine Förderung von 63.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vor. Darüber hinaus ist es für Wilczek möglich, an den jährlichen Cottrell Scholars Conferences in den USA teilzunehmen. Die offizielle Preisverleihung fand im Rahmen des Fulbright-Cottrell Junior Faculty Professional Development Workshops in Berlin statt.

In seinem Projekt erforscht Wilczek das Zusammenspiel von aktiver Materie, wie z.B. Mikroorganismen, mit komplexen Strömungen. Damit möchte er Fragen beantworten wie: Was sind die Organisationsprinzipien hinter den faszinierenden Strömungsmustern von Bakterienschwärmen? Oder: Wie navigiert Plankton durch Turbulenzen im Ozean?

Prof. Carla Frohlich (Mitorganisatorin des Workshops und Cottrell-Preisträgerin 2014), Dr. Michael Wilczek (Fulbright-Cottrell Preisträger 2018), Prof. Yana Vaynzof (Fulbright-Cottrell Preisträgerin 2018), sowie Jun.-Prof. Olalla Vázquez (Mitorganisatorin des Workshops und Fulbright-Cottrell Preisträgerin 2016) (von links) Bild vergrößern
Prof. Carla Frohlich (Mitorganisatorin des Workshops und Cottrell-Preisträgerin 2014), Dr. Michael Wilczek (Fulbright-Cottrell Preisträger 2018), Prof. Yana Vaynzof (Fulbright-Cottrell Preisträgerin 2018), sowie Jun.-Prof. Olalla Vázquez (Mitorganisatorin des Workshops und Fulbright-Cottrell Preisträgerin 2016) (von links)

Der Fulbright-Cottrell Award bietet eine einzigartige Möglichkeit, Forschung und Lehre in einem Projekt zu vereinen. „Ich freue mich darauf, diese Fragen nicht nur mit meinem Forschungsteam, sondern auch mit Studierenden im Hörsaal zu erforschen. Aktuelle Forschungsthemen in den Unterricht zu bringen ist ein guter Weg, die Studierenden zu motivieren und ihnen die notwendigen Fähigkeiten für eine wissenschaftliche Karriere zu vermitteln", sagt Michael Wilczek. „Ich fühle mich sehr geehrt, einen Preis zu erhalten, der neben der Forschung auch einen besonderen Fokus auf exzellente Lehre legt.“

Michael Wilczek studierte und promovierte in Physik an der Universität Münster. Nach seiner Promotion verbrachte er mehrere Forschungsaufenthalte in den USA, u.a. am Kavli Institute for Theoretical Physics in Santa Barbara sowie an der Johns Hopkins University in Baltimore. 2015 gründete er eine Max-Planck-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. Seine Gruppe widmet sich der Untersuchung komplexer Strömungen, von voll entwickelten Turbulenzen, über atmosphärische Strömungen und Konvektion bis hin zum komplexen Strömungsverhalten von Mikroorganismen.

Zum Fulbright-Cottrell Award:

Mit dem 2016 erstmals verliehenen Fulbright-Cottrell Award bringt die Fulbright-Kommission ein seit 1994 sehr erfolgreiches Förderprogramm der amerikanische Research Corporation for Science Advancement nach Deutschland. Der Award wird mit 63.000 € aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert und zeichnet exzellente Forschung und Lehre aus. Der Award soll NachwuchswissenschaftlerInnen dabei helfen, sich als erfolgreiche teacher-scholars in der internationalen Wissenschaftslandschaft zu etablieren und gezielt die transatlantischen Beziehungen in der Wissenschaft stärken.

 
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