Autor

Danica Wyatt
Danica Wyatt

Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen

Danica Wyatt studierte Physik an der University of California, Santa Cruz, mit Schwerpunkt Astro- und Plasmaphysik. Im Jahr 2004 absolvierte sie einen Master of Science in Physik an der Cornell University. Seit September 2005 forscht sie am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen und wird in Kürze auf dem Gebiet der Biophysik promovieren.

Frage:

Wieso können Tiere leuchten ?

Antwort:

Wenn man auf ein leuchtendes Glühwürmchen, einen Tiefseefisch, der mattblau leuchtet, um seinen Schatten zu verstecken, oder auf eine große Menge leuchtenden Wassers mitten im Ozean trifft, könnte man meinen, Tiere mit magischen Kräften entdeckt zu haben. Dieses Licht entsteht durch Biolumineszenz, eine biochemische Reaktion, bei der Energie in Form von Licht frei wird. Das für Biolumineszenz entscheidende Molekül ist ein Protein, „Luciferin“ genannt, das entweder alleine bestehen oder an ein Sauerstoffmolekül gebunden sein kann. In dieser gebundenen Form hat es eine niedrigere Energie. Genauso wie man Erdgas und Luft zur Verbrennung mischen muss, benötigt man für die Reaktion von Luciferin und Sauerstoff die Hilfe eines weiteren Proteins namens „Luciferase“, ein Enzym, das die chemische Reaktion von Luciferin mit Sauerstoff einleitet. Während der Reaktion wird die entstehende Energie in Form von blauem Licht freigesetzt, das Biolumineszenzorganismen ihr unheimliches Glühen verleiht. Wenn Sie natürliche Biolumineszenz erleben möchten, planen Sie eine Reise zur „Bioluminescent Bay“ auf Vieques, einer Insel nahe Puerto Rico. In dieser Bucht gibt es sehr viele Leuchtbakterien, und Sie können dort eine Bootsfahrt durch den leuchtenden Ozean unternehmen.

 
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