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Carolin Hoffrogge
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Detelf Lohse erhält Balzan-Preis

12. September 2018

Detlef Lohse, auswärtiges wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPIDS) und Professor für Physics of Fluids an der Universität Twente, erhält den renommierten Balzan-Preis 2018 für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Strömungsdynamik. Das hat die italienisch-schweizerische Balzan-Stiftung heute in Mailand bekannt gegeben. Er wird den mit 750.000 Schweizer Franken dotierten Preis im November in Rom entgegennehmen.
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Professor Dr. Detlef Lohse

"Professor Lohse erhält den Balzan-Preis für seine herausragenden Beiträge in den verschiedensten Bereichen der Strömungsdynamik, wie z.B. den Übergang zu turbulenten Systemen in der Rayleigh-Bénard-Konvektion, die Erforschung mehrphasiger turbulenter Strömungen, der Sonolumineszenz, der Eigenschaften von Blasen und Tröpfchen bis auf mikroskopische Ebene, sowie der Mikro- und Nanofluidik.“ So hat es die Jury mit Hilfe zweier renommierter Wissenschaftler formuliert: Etienne Ghys, Forschungsdirektor des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Lyon und Carlo Wyss, ehemaliger Direktor des CERN in Genf.

In guter Gesellschaft: Große Namen

Der Balzan-Preis ist nach Eugenio Balzan und seiner Tochter Lina benannt. Der Name Eugenio Balzan ist untrennbar mit der Mailänder Zeitung Corriere della Sera verbunden. Als er starb hat seine Tochter beschlossen. das geerbte Vermögen in die Arbeiten von Einzelpersonen und Organisationen zu investieren. Die Internationale Balzan-Stiftung wurde 1957 gegründet. Neben großen Wissenschaftlern wie Andrej Kolmogorov (Mathematik) und Jan-Hendrik Oort (Astrophysik) erhielten Komponisten wie Paul Hindemith und György Ligeti einen Balzan-Preis, ebenso wie Mutter Teresa für wohltätige Zwecke. Rund die Hälfte des Preisgeldes von 750.000 SFr (etwa 670.000 €) sollten die Preisträger in die Talentförderung, also Forschungsprojekte für junge Menschen, investieren. Der Preis wird abwechselnd in Bern und Rom vergeben; in diesem Jahr findet die Preisverleihung im November in Rom statt.

Prof. Lohse bereits vielfach ausgezeichnet

Detlef Lohse, auswärtiges wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen und Universitätsprofessor an der Universität Twente, hat bereits mehrere Auszeichnungen und Anerkennungen erhalten, wie den Fluid Dynamics Preis der American Physical Society, den Spinoza Preis, die Simon Stevin Mastery der niederländischen Technik-Stiftung und den George K. Batchelor Preis. Er ist Mitbegründer des Max Planck - University of Twente Centers for Complex Fluid Dynamics, einer gemeinsamen Forschungseinrichtung des MPIDS und der Universität Twente. Im April 2010 erhielt er die königliche Auszeichnung ‚Ritter‘ im Orden des niederländischen Löwen. (Wiebe van der Veen/GS)

 
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